Junghahn24

Fotografie und Reise

Wir. Sind. In. New York!

Reisetagebuch unserer USA Reise Tag 2 16.07.2015

Erste Schritte in New York

Nachdem wir gestern Nacht unsere Suite bezogen hatten, waren die Kinder um 5:00 Uhr Ortszeit wach und ans Schlafen wollten die Beiden nicht mehr denken… Ich hingegen konnte noch sehr gut die eine oder andere Mütze schlaf vertragen und die wurde mir auch gegönnt. Gegen 7:00 Uhr war dann aber auch für mich die Nacht vorbei – ich habe doch Urlaub! So begann er, der erste Tag in New York City.

Erdbeeren ernten gehen

Der Plan für den ersten Tag bestand aus dem Central Park – bzw. einem besonderen Stück des Central Park, New York City Pass abholen und am Abend war der Besuch des Hard Rock Cafe in Manhattan geplant. Soweit so gut, aber irgendwas ist immer.

Zuerst mal Frühstück

In unserem Hotel ist Frühstück inklusive, ein Grund, warum wir uns genau für dieses Hotel in New York entschieden haben. Also einmal alle duschen und dann geht’s runter in die Lobby. Wir werden zum ersten Mal schockgefroren. Die Klimaanlage im Restaurant war auf gefühlte 5 Grad gestellt und leistete gute Arbeit. In dem relativ kleinen Restaurant hingen dann auch zwei Fernseher, wobei der eine Fernseher einen Werbesender mit Moderationsunterbrechungen zeigte und der andere Fernseher einen Werbesender mit anderen Moderationsunterbrechungen zeigte.

Nach dem uns ein Tisch zugewiesen wurde, ging es ans Buffet. Das setzte sich aus fünf Sorten Kellogs zusammen (in Portionspackungen), Äpfeln, Bananen, Joghurt, O-Saft und Milch auf der einen Seite, Kaffee, Bagels, Tee und Kuchen auf der anderen Seite. Es kommt das wunderbar pflegeleichte Kunststoffgeschirr zum Einsatz, so dass man sich jeden Tag fragt, wie man seine persönliche Umweltstatistik wieder ins Lot bringen kann.

Alles in allem schmeckt das Frühstück, wobei unserer Johanna der herzhafte Teil fehlt.

Raus aus dem Hotel, rein in den Trubel von New York City

Nachdem Frühstück ging es los. Aus dem Hotel raus, rechts zwei Blocks laufen und der Central Park lag vor uns. Unser Ziel war Strawberry Fields. Hier angekommen habe ich erst richtig begriffen, dass ich mit meiner Familie in New York bin. Die Gefühle überwältigten mich und ich brauchte einige Minuten, um wieder klar zu kommen.

WIR. SIND. IN. NEW YORK.

Diesen Teil des Parks hat Yoko Ono in Erinnerung an Ihren 1981 erschossenen Mann und Beatle John Lennon gestalten lassen. Ein Mosaik mit der Inschrift „Imagine“ musste fotografiert werden, es war mein erstes Foto, dass ich in New York mit der Kamera gemacht habe. Ich ließ mich dann im Schneidersitz nieder und meine große Tochter fotografierte mich. Auf einer Bank saß ein Straßenmusiker und spielte Titel der Beatles und als wir gingen, stimmte er Strawberry Fields an.

Wir erobern den Park

Nun spazierten wir durch den Park und nahmen die ersten Eindrücke in uns auf. Die Kutschen, die Carry Bradshow und Mr. Big in Sex and the City nutzten, die Wolkenkratzer, die den Park umringten, die Jogger und Radfahrer – alles noch wie im Film und doch real. Wenn man einen Traum verwirklicht, fühlt es sich zuerst wie ein Traum an.

Hallo aus New York City! Heute waren wir unter anderem im Central Park und wurden von diesen Künstlern in den Bann gezogen. #USAN3J

Posted by Junghahn24 – Fotografie on Donnerstag, 16. Juli 2015

An der Bethesda Terrace hörten wir diese Gruppe von Musikern. Die Stimmen und der Klang in der Unterführung Richtung Naumburg Bandshell passten zu unserer Stimmung. Auch hier wurde wieder fotografiert und die Kinder vergnügten sich mit Seifenblasen, die ein Straßenkünstler aufsteigen ließ. Ich habe inständig gehofft, dass der Stadtneurotiker in Gestalt von Woody Alan irgendwo lang kommt.

Statt dessen warf sich ein großes klassisches Karussell in unseren Weg. Meine drei Mädels drehten ihre Runden und ich hielt das in Bild und Ton fest. Nun hieß es erstmal Abschied nehmen vom Park, denn wir wollten unsere New York Pässe noch abholen. Mit diesen Pässen können wir nahezu jede Attraktion in New York besuchen und zahlen nicht den Eintritt. Damit lässt sich sicher Geld sparen, denn Kinderermäßigung endet mit 5 Jahren und damit gelten Kinder nahezu überall als Erwachsene.

Wo ist dieses Adresse?

New York City ist eingeteilt in Blocks, die durch Streets (Ost nach West) und Avenues (Nord nach Süd) begrenzt werden. Wir suchten 56 West 56th. Street zwischen der 5th. und 6th. Avenue. Das war einfacher gesagt als getan, wenn man dieses System zwar kennt, aber auf den Adressen nicht gleich erkennt.

Die 5th Avenue und die 6th Avenue haben wir schnell gefunden, aber wo ist diese 56th Street? Wer jetzt Google bemüht, wird sehr schnell sehen, wie nahe wir unserem Ziel waren, als wir zwischen eben der 5. und 6. Ave den Park verließen. Nur wir sahen den Wald vor lauter Bäumen nicht. Rein wieder in den Park, denn unser Hotel war ja auch Midtown West, und somit nur 20 Blocks von unserer Zielstraße entfernt. Im Park haben wir uns dann mit Hilfe von Apps und Karten neu orientiert bzw. wir haben es versucht und plötzlich hatten wir einen Plan. Nach diesem Plan haben wir dann auch die 56th. gefunden, aber die Hausnummer 56 war weit und breit nicht zu sehen… Boah, diese Stadt nervt! Wir hatten gar nicht recht den Blick für die Wolkenkratzer, denn wir hatten Hunger und waren noch immer nicht fündig geworden. Langer Rede kurzer Sinn – In einem Fahrradverleih wurden wir fündig.

Nein, den Pass können Sie hier nicht mehr abholen…

Nachdem wir am Check In gesagt haben, was wir wollten, wurde uns gesagt, dass die Pässe hier nicht mehr ausgegeben werden. Nächste Adresse Planet Hollywood New York am Broadway bzw. dessen Seiteneingang in der 45th. Street. Also sind wir die 6th. Ave. Richtung Downtown gelaufen, bis zur 45th. Street. Dann gab es eine 50/50 Chance, um falsch abzubiegen. Wir haben einen Block gesucht um dann festzustellen, dass wir natürlich in die falsche Richtung gelaufen sind.

Damit die Kinder wieder zu Kräften kommen, haben wir am nächsten Stand erstmal Brezeln geholt. Dabei ist uns aufgefallen, dass es zur Mittagszeit in jedem Restaurant voll war und auch die Garküchen an den Straßen mit langen Schlangen besetzt waren. Nun war auch die Adresse gefunden. Vor der Tür saß Kenya, ein Doorman, dem man nachts in einer dunklen Straße nicht begegnen möchte. Er lächelte und zeigt uns den Counter. Nun bekamen wir den Pass. Wir spazierten deutlich entspannter wieder in Richtung Central Park. Auf dem Weg kauften wir noch Wasser und Obst ein, damit wir uns zwischendurch mal stärken können.

Übrigens: In New York konnten wir einfach auch mal die Toilette eines Restaurant benutzen ohne einen Obulus zu entrichten. Davon können sich verschiedene Städte mal eine Scheibe abschneiden.

Erholung gesucht!

Nachdem wir im Park die Kinder erfolgreich an den Spielplätzen vorbei geleitet haben, kamen wir schwer geschafft wieder im Hotel an. Wir haben uns erstmal ausgeruht, denn am Abend erwartete uns das Hard Rock Cafe am Broadway. Wir sind große Fans dieser Restaurantkette. Zum Sonnenuntergang wollten wir dann das Rockefeller Center erklimmen und den Sonnenuntergang dort genießen und fotografieren.

Wir wollen nicht mehr laufen!

Mit diesem Satz war klar, dass wir nun die Subway nutzen werden. Dabei stellten sich folgende Fragen:

  • Wo ist die nächste Station?
  • Wie kommen wir an die Tickets?
  • Was kostet so ne Fahrt?
  • Welche Linie bringt uns zum Ziel?

Die nächste Station ist nur 4 Blocks Richtung Downtown entfernt, somit waren wir auf der ersten Etappe schnell unterwegs. Bei den Tickets haben wir uns für ein „Unlimited“ für sieben Tage entschieden. Das kostet inkl. neuer Karte und Bezahlung mit Kreditkarte 32$ pro Person und die Kinder bekommen keine Ermäigung.

An unserer Station 72nd. Street verkehren 3 Linien mit dem nahezu gleichen Streckenverlauf. Unser Ziel war Time Square, 42nd. Street und da waren wir wenige Minuten später auch. Auf einmal ist man mitten in Manhattan an einem Ort, den pro 15 Minuten 2.000 Menschen aus aller Welt besuchen – am Tag sind das 192.000 Menschen, die den Timesquare in New York besuchen – und nun sind wir mit dabei.

Die Fahrt mit dem Subway in New York war besonders. Der Bahnsteig ist äußerst schmal und im Sommer ist es unter der Erde noch heißer als oben auf der Straße. Die Züge wiederum erinnern an einen Kühlschrank. Eines ist mir aufgefallen – an den Bahnhöfen, in den Zügen findet man keine Schmierereien, keine zerkratzten Scheiben, kein Müll in der Bahn. Ich werde das beobachten.

All is One in New York!

Endlich waren wir im HRC. Alle hatten massiv Hunger und so traf uns die Aussage „up to 40 Minutes“ Wartezeit wie ein Blitz. Wir bekamen einen Pager in die Hand gedrückt und es hieß warten. Nach etwa 25 Minten meldete sich das Teil und die Party konnte beginnen. Mit lauter Musik wurden wir begrüßt. Platziert wurden wir direkt an der Bühne in einem der größten HRC’s, die ich bisher gesehen habe. Auf meine Anmerkung, dass wir auch auf der Bühne platz nehmen würden, bekam ich dieses Lächeln, dass mir sagte „Jedes mal 1 $ für diesen Spruch und ich müsste es mir nicht mehr anhören.“ Pandora bediente uns und auf anraten meiner lieben Frau ließ ich die Frage nach ihrer Box sein. Es liefen REM, Red Hot Chilli Peppers, Chicago, Amy Winehouse und viele mehr zum Essen und wie immer konnten wir die Stunden im HRC genießen und in mir stieg die Vorfreude auf den Besuch auf dem Rockefeller Center.

Johanna und ich tobten durch den Laden, um uns die Memorials anzusehen. Das Highlight waren die Anzüge und Taschen der Beatles, die diese wohl bei ihrer ersten Tournee in den USA trugen. So schloss sich der Kreis zum Vormittag.

Wieder am Tisch schloss sich noch etwas… es waren die Augen der Kinder. Sie waren platt wie ne Flunder und wir entschieden, dass heute nur noch ein Ziel gilt – das Hotel. Also ging es nach einem kurzen Stop im Rockshop wieder zum Subway und zum Hotel. Dort angekommen hat es nicht lange gedauert und die beiden Mädels waren im Land der Träume angekommen.

Wir brauchen noch…

Wenn ein Gespräch so beginnt, kann es nur im Supermarkt enden. So gingen meine Frau und ich noch in den Fairway-Markt an der Ecke 75th. und Broadway. Ich erspare Euch mal unsere Einkaufsliste und verwöhne euch mit Preisen:

  • Butter: 3,19 $
  • Brot: 5,00 $
  • Joghurt (2% Fett): 1,59 $ (kleiner Becher)

Unser kleiner Besuch hat uns entspannte 40$ gekostet. In den nächsten Tagen müssen wir einen preiswerteren Markt in New York auftreiben. Mit diesem Erlebnis endete dann auch der erste Tag.

Vielen Dank fürs Lesen! Gute Nacht.

PS: Zu guter letzt noch ein Titel von John Lennon, der Euch durch den Tag begleiten soll.

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