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Die Lyriden im April

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Es wird Zeit, dass wir uns wieder mal etwas wünschen dürfen. In diesem Artikel geht es um die Lyriden, die sich auf die Erde stürzen. Wo meine geneigte Leserschaft diesen Schauer von Sternschnuppen sehen kann, verrate ich natürlich auch in diesem Artikel.

Woher kommt der Name für die Lyriden?

Das Sternschnuppen eigentlich kosmischer Müll ist, habe ich schon an anderer Stelle erklärt. Dort habe ich die Perseiden erklärt.

Der Meteorstrom, der sich als Ende April über uns ergießt, hat seinen Namen einem Zupfinstrument zu verdanken – und zwar der Lyra. Das ist auch das Sternbild, das mit den April-Lyriden in Verbindung gebracht wird. Im deutschen heißt das Sternbild Leier und zeigt sich im April. Nach Sonnenuntergang geht das Sternzeichen im Norden auf. Gegen 20:00 Uhr werden die Lyriden dann auch zu sehen sein.

Wann beginnt das Schauspiel?

Die Sternschnuppen fangen am 14. April an und stürzen sich dann bis zum 30. April auf die Erde. Der Höhepunkt wird in den Nächten vom 21. bis 23. April zu erleben sein.

Die Lyriden ziehen von Nordost nach Süden über den Himmel und werden für die Augen von der Milchstraße verfolgt.

Die Lyriden am Nachthimmel
Die Sternschnuppen der Lyriden am Nachthimmel (Quelle BR)

Kann man Sternschnuppen fotografieren?

Sternschnuppen lassen sich tatsächlich fotografieren. Dabei gelten folgenden Grundregeln:

  1. Kamera bitte unbedingt auf ein Stativ stellen.
  2. Lange Belichtungszeit wählen; 20 bis 30 Sekunden empfehle ich.
  3. ISO zwischen 800 und 1.600 einstellen, das Licht muss ja eingefangen werden.
  4. Nutzt ein weitwinkliges Objektiv, damit Ihr eine große Fläche des Himmels abdecken könnt.
  5. Nehmt Bilder in engen Abständen auf. Damit erhöht Ihr die Chance, eine der Sternschnuppen der Lyriden einzufangen. Dazu könnt Ihr Funktionen wie Zeitraffer nutzen oder einen externen Auslöser.
  6. Stellt den Fokus einmal ein. Danach auf manuellen Fokus umstellen. Das spart Zeit und man kann ohne große Abstände Bilder aufnehmen.
  7. Möglichst dunkle Umgebung auswählen. Das Restlicht von uns Menschen stört in der Astrofotografie sehr stark.

Ich wünsche Euch viel Erfolg bei der Jagd nach den Sternschnuppen und bedenkt, dass Ihr die Wünsche nicht verraten dürft. Sonst haben sich die Lyriden umsonst auf unseren Planeten gestürzt.

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