Sportfotografie

Ein Nachmittag bei einer alten Dame

Es war der 3. Januar 2014. Ich hatte Urlaub und bin mit meiner großen Tochter zum Trainingsauftakt unseres Lieblingsvereins Hertha BSC gefahren.

Ihr Ziel: Autogramme
Mein Ziel: Fotografieren

Auf nach Charlottenburg

Für Nichtberliner mag es komisch klingen Hamburger und Münchner werden es verstehen. In Berlin gibt es zwei wichtige Reiseziele für Fußballfans – wenn es Profifußball sein soll. Das eine Ziel im Südosten die Heimat vom 1. FC Union ist von mir mit der Tram sehr schnell und komfortabel zu erreichen.

Mein bzw. unser Ziel lag jedoch weiter weg, im Westen der Stadt in Charlottenburg. Direkt neben dem Olympiastadion liegt das Trainingsgelände von Hertha BSC.

Das Spielgerät soll auch mal im Fokus der Sportfotografie sein.

Das Spielgerät soll auch mal im Fokus der Sportfotografie sein.

Sportfotografie – Grundlagen

Für die Sportfotografie eignet sich ein öffentliches Training, denn hier kommt man besonders nah ans Geschehen ran und kann auch mit „normaler“ Ausrüstung die Tricks und Kniffe üben, die Sportfotografie zu einem Erlebnis machen.

Bei schnellen Sportarten oder Sportarten mit viel Bewegung ist es wichtig das zur Verfügung stehende Licht optimal auszunutzen.

Ich persönlich lasse einen Teil der Entscheidung die Kamera treffen und lege nur die Blende fest. In dem aktuellen Projekt habe ich mit einer relativ großen Blende fotografiert – so groß wie es das Objektiv zugelassen hat also f/4.0 bis f/5.6.

Damit die Belichtungszeiten nicht zu lang werden, habe ich alle Bilder mit ISO 400 fotografiert. An einem Nachmittag im Januar verschwindet das Licht meist sehr schnell und somit standen mir gute Belichtungszeiten zur Verfügung. Die Belichtungszeit selbst hat die Kamera geregelt. Es kam die so genannte „Aperture-priority“ zum Einsatz – bei Canon mit „AV“ bezeichnet.

Für Action- oder Sportfotografie nutze ich die Serienbildfunktion und der Focus wird auf AI-Servo gestellt, so dass auch beim Mitziehen der Fokus nicht verloren geht.

Nach dem Klick kommt die Arbeit

Aus 177 Fotos ist nur etwas mehr als 1/3 übrig geblieben. Diese Fotos waren nicht unscharf, der Fokus saß an der richtigen Stelle und das Motiv war in Aktion. Davon wiederum war ein Teil der meine Tochter mit diversen Fußballspielern zeigt.

Beim Bearbeiten setzte ich auf Adobe Lightroom 4. Die Fotos, die ich zeigen möchte oder kann korrigiere ich indem ich den Horizont ausrichte die Objektivkorrektur einschalte. Für den Weißabgleich habe ich mich bei diesen Fotos für Tageslicht entschieden und dann habe ich die Fotos noch in Belichtung und Kontrast angepasst.

 

Ganz wichtig ist auch die Schärfe zu regulieren. Bei Fotos mit großer Blende wird so das fokussierte Motiv noch deutlicher und das Bild gewinnt an Brillanz. Zudem habe ich noch mit der Dynamik gearbeitet. Das gibt den Fotos noch den letzten Schliff.

Alle Fotos habe ich dann auf meinem Account bei Flickr veröffentlicht. Das Album trägt den Namen Hertha BSC.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: