Fototour durchs Olympiastadion Berlin

Besuch im Berliner Olympiastadion – Instagram sei Dank

Im April 2016 war es soweit – ja ist schon ne Weile her, ich weiß. Wir haben meinen Gewinn eingelöst, den ich bei einer Verlosung vom Olympiastadion Berlin zugelost bekam. Wir unternahmen einen Ausflug ins Olympiastadion und waren Gäste des Hauses inkl. einer Führung durch das Stadion. Mit dabei waren meine liebe Frau und meine Töchter. Besonders dabei war, dass meine große Tochter eine Woche später beim letzten Heimspiel der Saison als Auflaufkind den Kapitän Vedad Ibisevic aufs Feld führen wird.

Mein Ziel war ganz klar: Ich wollte wieder mal Fotos vom und im Olympiastadion Berlin machen. Das ist mir auch gelungen, wie Ihr hier sehen könnt.

Wie kam es zu dem Gewinn?

Der Instagram-Account des Berliner Olympiastadion feierte den 8.000 Follower und fragte nach dem einprägsamsten Stadionerlebnis. Ich berichtete vom ersten Besuch meiner großen Tochter bei einem Spiel von Hertha BSC. Es war das Spiel gegen Real Madrid und gleichzeitig der Beginn ihrer Stadionkarriere im Olympiastadion. Heute hat sie eine Dauerkarte neben mir im Oberring der Ostkurve, war schon auf einer Auswärtsfahrt in Bremen und durfte den Vedator am Ende der Saison 2015/2016 aufs Feld führen. Das Spiel gegen Darmstadt besprechen wir hier aus Gründen nicht. 😉

Ein großes Ziel wollte ich mir jedoch noch erfüllen. Ich wollte ein mehrzeiliges HDR Panorama von meinem zweiten Wohnzimmer erstellen. Auch diesen Wunsch konnte ich mir erfüllen. Im Oberring der Gegengerade des Olympiastadions habe ich mich auf Höhe der Mittellinie platziert und mein Equipment aufgebaut. Wer es genau wissen will: Block 28.1, Reihe 8, Platz 39

Jedes Bild wurde siebenmal mit unterschiedlichen Belichtungszeiten aufgenommen. Dadurch erreicht man, dass viel mehr Kontraste erfasst werden und auch viele Details im Bild besser zu erkennen sind.

Welches Equipment kam zum Einsatz?

Für ein gelungenes Panorama kommt ein Nodalpunktadapter zum Einsatz. Auf einem Stativ angebracht, sorgt dieser dafür, dass man optische Ungenauigkeiten ausgleicht. Beim Menschen wird das durchs Gehirn erledigt. Wenn Ihr den Arm ausstreckt und den Daumen ausstreckt und dann mal abwechselnd das linke oder rechte Auge schließt, werdet Ihr den Eindruck gewinnen, dass der Daumen sich bewegt.

Ähnliche passiert, wenn Ihr die Kamera auf dem Stativ einfach dreht. Mit den entsprechenden Tabellen könnt Ihr diese Ungenauigkeit ausgleichen und für ein besseres Ausgangsmaterial sorgen. Google hilft Euch, die notwendigen X&Y Werte für Eure Objektive und den Kamerabody zu finden. Auch der Body und die Lage des Sensors beeinflussen diese Ungenauigkeit.

Zusätzlich kann ich an meinem manuellen Nodalpunktadapater auch noch einstellen, mit wieviel Grad sich die Kamera für jede Aufnahme drehen darf. Um möglichst große Überlagerungen in den Bildern zu erreichen, habe ich 15° festgelegt. Für die obere und untere Reihe der Belichtungen kann ich am Adapter auch den Neigungswinkel einstellen. Mit ±15° habe ich auch hier eine entsprechende Überlappung der einzelnen Belichtungsreihen erreicht.

Als Kamera kam meine Olympus OM-D EM10 zum Einsatz. Ausgestattet mit dem kleinen Kit Objektiv (14-42 mm) konnte es mit 14mm Brennweite losgehen.

Fotografiert ist schnell, aber dann…

Aus einer Belichtungsreihe (-5 -3 -1,5 0 +1,5 +3 +5) ein HDR Bild zu machen, ist für meinen Rechner nicht so die Herausforderung. Bei 34 Belichtungsreihen sieht das schon etwas anders aus, denn jede einzelne Aufnahme hat schon ca. 20 MB und bei 34 Belichtungsreihen mit sieben Aufnahmen ergibt sich dein ein Datenvolumen von etwa 4,8 GB. Das hat dann eine Weile gedauert. Die daraus entstandenen HDR Bilder habe ich dann mit Adobe Lightroom zu einem Panorama zusammenfügen lassen. Auch dieser Prozess hat einige Zeit in Anspruch genommen. Der Vorteil an der aktuellen LR Version ist, dass man ein Panorama im RAW Format erhält, also alle Bereiche wunderbar bearbeiten kann.

Bei HDR hat man ein sehr detailreiches Bild, denn die Tiefen sind sehr gut ausgeleuchtet und die Höhen sind sehr kontrastreich in der Abbildung. Damit verzeiht einem diese Art von Bildern selten Fehler. Wenn man das ganze dann noch mit dem Aufbau eines Panorama kombiniert, ist die Herausforderung etwas etwas höher. Bei meinem fertigen Panorama haben sich kleine Fehler – sogenannte Parallaxenfehler. Da ich diese Fehler bisher noch nicht beheben kann, müsst Ihr mit diesen kleinen Fehlern leben.

Genug der Worte!

Nach über 900 Worten habt Ihr Euch das Bild aus dem Olympiastadion Berlin mehr als verdient. Ich zeige Euch hier eine Version, die für den Blog optimiert ist. Im Fotoportal Flickr steht Euch eine große Version des Bildes zur Verfügung. In der vollen Auflösung ist das Bild 89 Megapixel groß.

HDR Panorama Olympiastadion Berlin

Dieses HDR Panorama vom Olympiastadion ist in drei Zeilen aufgenommen worden.

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