Es geht hoch hinaus – Top of the Rock …

Reisetagebuch unserer USA Reise Tag 3 17.07.2015

Den New Yorkern auf’s Dach steigen – Top of the Rock

Nach dem anstrengenden und langen ersten Tag in New York startete für die Kinder der Tag um 6:00 Uhr – also da haben wir es gehört 😉 Meine liebe Frau und ich haben am Abend unsere Planungen etwas verändert, denn die Stadt ist für zwei Mädels im Alter von sechs und zehn Jahren sehr anstrengend.

Tellerwäscher?

Der Tag startet wieder mit dem Frühstük neben der Lobby. Um 8:00 Uhr waren wir am Start und zu unserer Überraschung bekamen wir frische Waffeln zubereitet. Dazu gab es entweder Honig oder Sirup, aber auch ohne diese Zusätze waren die Waffeln ausgesprochen lecker. Nur beim Geschirr stelle ich mir die Frage, wie man hier Tellerwäscher wird, wenn das Geschirr weggeworfen wird.

Vorbereitung ist alles!

Gestern haben wir im Fairway Market eingekauft, heute wird Obst und Gemüse geschnippelt, Brote werden vorbereitet und vor allem Getränke portioniert. Gut ausgerüstet und mit Lebensmitteln ausgestattet ging es zum Broadway. An der Ecke 76th Street ging es rechts auf den Broadway und dann immer gerade aus. Am Columbus Circel wurde fotografiert und die allgegenwärtigen Promoter von Fahrradverleih, Bustouranbieter, Kutschfahrtanbietern machten uns ihre Aufwartung. Das Schöne ist, ein „No, thank you“ ist ausreichend und der Promoter lässt einen in Ruhe.

Was Du heute kannst besorgen…

Dieses Motto darf im Urlaub gern mal auf der Strecke bleiben und durch ein entspanntes „dann eben morgen“ ersetzt werden. So galt es auch für unser heutiges Ziel. Eigentlich wollten wir den abendlichen Ausbick auf Big Apple genießen, aber – der aktive Leser weiß es noch – den Kindern sind im Hard Rock Cafe fast die Augen zu gefallen. So haben wir Top of the Rock auf heute verschoben. Schon der Eingang – es ist „nur“ der Seiteneingang – ist eine Wucht. Über zwei Etagen erstreckt sich ein Leuchter, der über und über mit Kristallen von Swarovski behangen ist, ein Wahnsinnsanblick und ein tolles Fotomotiv.  Nachdem wir unsere Tickets abgeholt hatten, konnten wir noch etwas im Keller „spazieren“, um dann um 11:25 Uhr den nächsten Schritt zu gehen. Eine Reihe von Kontrollen inkl. Gepäckkontrolle wie am Flughafen und wir standen am Aufzug.

Los geht die wilde Fahrt!

Es wäre nicht New York, wenn die Show nicht schon im Aufzug beginnen würde. Nach dem Einsteigen brachte ich kurz den Klassiker, dass das die Aufzüge mit Glasboden sind (dabei hat sich ein Paar aus Deutschland durch entsetzten Blick geoutet 🙂 ) und die Fahrt begann.

Das Dach des Aufzuges war auf einmal durchsichtig und wir konnten tatsächlich den beleuchteten Schacht erkennen. Absoluter Wahnsinn! Mit einen Affenzahn ging es in die 82.! Etage und auf einmal lag einem New York zu Füßen. Dieser Moment ist einmalig, diese Stadt mit ihren 20 Millionen Einwohnern und unzähligen Wolkenkratzern war auf einmal „übersichtlich“ oder eher überschaubar. Mit der Kamera im Anschlag ging es auf Motivfang. Empire State Bulding, One World Trade Center – besser bekannt unter Freedomtower im Süden, Hudson River im Westen, Central Park im Norden, East River mit Manhattan- und Brooklyn-Bridge im Osten. Ist das wirklich real? Kann mich mal jemand kneifen? Jeder Blick ein neues „Wow!“.

Die ersten fremden Handys oder Fotoapperate wurden ausgelöst und auch wir konnten eine – ich vermute Japanerin – überzeugen, meine Familie und mich zu fotografieren. Wie selbstverständlich habe ich dann auch die Dame und ihre Freundin wiederum fotografiert. Bevor es nach oben auf die zweite Plattform ging, hat meine Frau noch einen tollen Moment eingefangen.

Auch auf der zweiten Plattform war der Blick ne Wucht. Nicht das da irgendwas Neues war, es war nur so unglaublich aufregend – und auf einmal konnten wir im dünnen Dunst im Südwesten noch etwas entdecken, das wir bisher nur aus Fernsehen und Büchern kannten – Lady Liberty war zu sehen. Auf der höchsten Plattform sah wieder alles neu aus.

Nach 1,5 Stunden machten wir uns wieder auf den Weg nach unten. Auch auf der Abfahrt wurde uns der Schacht gezeigt.

Unten angekommen wurden kurz die Eindrücke besprochen, die Kinder und wir waren einfach nur geflasht – die Stadt hatte uns endgültig in ihren Bann gezogen. Nun machte sich ein leichtes Hüngerchen bereit und auf dem Rockefeller Plaza fanden wir eine Bank und einen Tisch – Großstadtpicknick! Jasmin entdeckte dann auch den Lego Store, der geentert wurde – nicht ohne den elterlichen Klassiker „Nur gucken“.

Grand Central – bitte aussteigen!

Wenige Gehminunten vom Rockefeller Plaza entfernt, wartete unser nächstes Highlight des Tages auf uns – Grand Central Terminal wurde angesteuert. Wenn ein Bahnhof die größe einer Stadt darstellen soll und nicht nur zum Ein- Aus- und Umsteigen da sein soll, ist Grand Central ein gelungenes Beispiel. Wir sind durch die Vanderbilt Halle in die Haupthalle gegangen. Der erste Blick in der Vanderbilt Halle ging an die Decke. Riesige Leuchter erhellen den Raum. So bekommt man einen kleinen Eindruck, was einen in der Haupthalle erwartet. Symmetrie soweit das Auge reicht. Ob es die Treppen sind, die Säulen, die Leuchter und in der Mitte sieht man die Uhr, die einst eine Giraffe als Kopfschmuck hatte, als sie sich mit einem Löwen, einem Zebra und einem Nilpferd nach Madagaskar auf den Weg machte.

Apple in Big Apple

Die im Westen liegende Terasse des Bahnhofs wurde von zwei Apple Logos geziert. Ich dachte, während ich daran vorbei ging, dass dies die zurückhaltstende Werbung ist, bis ich am Ende der Stufen ankam und mitten in einem Apple Store stand. Ich hatte kurz Wortfindungsschwierigkeiten, denn einen Apple Store hätte ich hier und in dieser Art nicht erwartet. Tatsächlich habe ich nur Augen für diese großartige Halle. Der Himmel in der Halle ist grün und in goldener Farbe sind Sternbilder gezeichnet. Wir saugen den Ort in uns auf und beobachten das bunte Treiben zu unseren Füßen.

Auf dem Rückweg in unser Hotel – es rutschte uns immer wieder „bei uns zu Hause“ raus 😉 – machten wir einer Filiale der Brüder Albrecht, besser bekannt unter „Trader Joe’s“, unsere Aufwartung, um uns für den Abend mit Nahrung und Getränken zu versorgen. Dabei fielen uns Kleinigkeiten auf, die das Einkaufen in den USA vom Einkaufen in Deutschland unterscheiden.

  • Keine Chips für den Wagen!
  • Gemüse und Obst sind sortiert und ordentlich angerichtet.
  • Getrennte Rolltreppe für Wagen und Kunden – diese sind so abgestimmt, dass man, ohne zu laufen definitiv so am Ende ankommt, dass man nach einem kleinen Schlenker seinen Wagen wieder in Empfang nimmt.
  • Für 29! Kassen gab es zwei Schlangen, deren Ende ein Mitarbeiter mit der Fahne „End of the Line“ markierte. Am anderen Ende wiederum stand ein Mitarbeiter, der die Kunden der nächsten freien Kasse zuwies. Mitarbeiter an freien Kassen schwenkten eine Fahne mit der entsprechenden Kassennummer drauf. Der Einweiser achtete darauf, dass von beiden Schlangen der jeweils erste Kunde dran war – klassisches Reißverschlussprinzip.

In unserem Wagen fand sich auch Eis, dass wir im Hotel dann genüßlich wegschleckten.

Abends ging es raus – mit dem großen Besteck

Nach einer Erholungspause und Abendessen ging es wieder raus in die Stadt. Brooklyn Heights und die Brooklyn Promenade waren das Ziel. Dabei haben wir zum ersten Mal den Stadtteil Manhattan verlassen. Der Ausblick auf die Skyline war einfach der absolute Wahnsinn. Ich hatte das große Besteck dabei – also Dreibeinstativ, Nodalpunktadapter, Auslöser, 3 Objektive, Kamera inkl. Akkupack. Somit war ich bereit für eine große Menge Fotos. Die blaue Stunde war wunderschön, denn auch einige Wolken schmückten den Himmel.

Mit diesen Eindrücken und einer Menge zu bearbeitender Fotos – wir haben es bis zum Fuß der Brooklyn Bridge geschafft – ging es wieder ins Hotel. Auf der Fahrt sind beide Kinder schon eingeschlafen, so dass es im Hotel auch sehr schnell mit dem Einschlafen ging. Nachdem die Kinder im Bett waren, haben wir „Alten“ auch die Augen geschlossen und haben sehr schnell in den Schlaf gefunden.

Ich gönne Euch an dieser Stelle einen Blick auf einige Bilder des Tages.

Danke fürs Lesen, kommentieren. Gute Nacht.

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